„Denn Wissen ohne Handeln ist nur Wissen“ — Buchrezension

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– Eine Buchrezension von Anne Jungfleisch, 10c –

Cover des Buchs „Wir sind das Klima“

Der Roman ,,Wir sind das Klima!“, geschrieben von dem amerikanischen Autor Jonathan Safran Foer und publiziert im Jahr 2019, handelt von den klimatischen Auswirkungen der Massentierhaltung und fordert den Einzelnen auf, auf tierische Produkte zu verzichten, um dadurch das kollektive Verhalten der Gesellschaft nachhaltig zu verändern.
Die vier wirksamsten Maßnahmen gegen den Klimawandel, die der Einzelne ergreifen kann, ist die pflanzliche Ernährung, die Vermeidung von Flugreisen, der Verzicht auf ein Auto sowie die Größe der Familie auf ein Minimum zu begrenzen.
Durch den Ausstoß von Treibhausgasen trägt die Massentierhaltung zum Fortschreiten des Klimawandels bei. Die Umstellung auf eine pflanzenbasierte Ernährungsweise wird erleichtert durch die Richtlinie, die besagt, nur einmal täglich während der Hauptmahlzeit tierische Produkte zu konsumieren.
Eine weiterer Gesichtspunkt der pflanzenbasierten Ernährung ist ihre häufige Bezeichnung als ,,elitäre Ernährung“. Eine gesunde vegetarische Ernährungsweise ist jedoch jährlich etwa 200 Dollar billiger als die auf tierischen Produkten basierende ungesunde Ernährung. (vgl. Seite 193, Zeile 9-21). Zudem beugt der Konsum von pflanzlichen Produkten eine Erkrankung von Diabetes, Bluthochdruck, Herzkrankheiten und Krebs im späteren Leben vor.

Trotz des Wissens über den menschgemachten Klimawandel sowie den Auswirkungen der Massentierhaltung liegt 2018 der Anstieg der Produktion von Treibhausgasen dreimal höher als das Wachstum der Weltbevölkerung (vgl. Seite 49, Zeile 15-17). Die ,,Apathie-Verzerrer“ des Klimawandels postulieren, dass der Abstand zwischen dem Bewusstsein der klimatischen Auswirkungen von Massentierhaltung und das Gefühl der Sicherheit zu groß ist, um die Normen der Gesellschaft zu verändern.

Die Auslösung des sozialen Wandels zugunsten einer pflanzlich basierten Ernährungsweise muss durch die gesellschaftliche Struktur begünstigt werden. Einerseits bezieht dies die Änderung in der Gesetzgebung zur Anpassung von Agrarsubventionen ein. Andererseits die Änderung des kollektiven Verhaltens zur Mitwirkung von einzelnen Personen, die unterteilt sind in ,,Bottom-up-Engagement“ (Schulklassen, die einen vegetarischen Tag einführen) und ,,Top-Down-Engagement“ (Prominente, die ihre Popularität zur Verbreitung von pflanzlichen Ersatzlebensmitteln einsetzen).
Das kollektive Verhalten wird unumgänglich von dem individuellen Verhalten jedes Einzelnen bedingt und löst Kettenreaktionen aus, die wiederum Rückkopplungseffekte verursachen.

Abschließend lässt sich festhalten, dass ,,[d]ie hoffnungsloseste Lage […] die hoffnungsvollsten Taten bewirken [kann]. Wir [werden] Wege [finden], um das Leben auf der Erde im Falle eines totalen Zusammenbruchs wiederherzustellen, weil wir Wege gefunden haben, den kompletten Zusammenbruch allen Lebens auf Erde zu bewirken. Wir sind die Sintflut, und wir sind die Arche.“ (Seite 224, Z. 7-13)

Anne Jungfleisch, 10c