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„Let’s slam!“ – Burgshow meets Poetry

Nach sechs Jahren fand gestern am BurgGymnasium endlich einmal wieder ein Poetryslam statt. Im Rahmen der Burgshow gaben in der Aula die besten Poeten und Poetinnen lustige, nachdenkliche und vor allem grandios performte Texte zum Besten. Durch das Programm führten die beiden Moderatoren Matthis Straßer (MSS 12) und Daniel Schröder (MSS 12) sowie Franziska Bücker, die das Zepter der Burgshow vom Burgshowgründer Gerhard Hollstein übernommen hatte.

Stefan Müller eröffnete mit seinem Slam „Wichtig“ die Show. Bei den Poetinnen in der Gruppe bis 14 Jahre traten Merida Schnauber (Klasse 5), Ida Fahrer (Klasse 5) und Eleonor Bauer (Klasse 7) an. Ihre Texte über Freundschaft, Träume und Versagensängste überzeugten in jeder Hinsicht. Das tosende Publikum war sich einig, dass alle drei zu „Queens of Poetry“ ausgezeichnet wurden und dafür Buchpreise (gestiftet von der Thalia Buchhandlung) erhielten.

In der „Funrunde“ durften dann alle Poetinnen und Poeten „just for fun“ ihre Texte darbieten: Marla Becker (MSS 12) mit ihrem gefühlvollen Text „Deutschunterricht“, Anna Stockis (MSS 12) mit ihrem nachdenklichen Poem „Bestimmt irgendwann“ und Lana Hüther (MSS 12) mit ihrem „Tagtraum“, welcher das Publikum zum Schmunzeln brachte. Luis Martin (MSS 12) bot an diesem Abend eine überzeugende Stand-Up-Comedy-Performance dar und erntete dafür zahlreiche Lacher seines amüsierten Publikums. Gero Friedrich (MSS 12) zeigte mit seinem anspruchsvollen Text „Dodekathlos“, was einen Helden ausmacht und warum es manchmal so schwierig ist, ein solcher zu sein.

Nach der Pause traten dann Sophie Nittmann (MSS 11), Laura Lersch (MSS 11) und Noah Weissbarth (MSS 11) mit zwei Texten im Wettbewerb gegeneinander an. Hierbei wurden Themen wie Freiheit des Einzelnen und der Wissenschaft, Liebe oder Erwachsenwerden grandios in Szene gesetzt: Ob im melodischen Vortrag, als dynamischer Rap oder sogar in Gesanganteilen. Es war am Schluss eine sehr knappe Entscheidung der Jury (Jochen Mallmann, Tilman Seegmüller, Marleen Appelshäuser, Anne Reese) wie der Publikums: Als Queen of Poetry des Abends setzte Sophie Nittmann durch, Laura Lersch und Noah Weissbarth teilten sich den zweiten Platz. Sie wurden mit Buchpreisen und Veranstaltungskarten (gestiftet von der Thalia-Buchhandlung, der Kammgarn und Autor Tijan Sila) ausgezeichnet.

Musikalisch wurde die Show untermalt von Maël Konstanzer (MSS 11), Lukas Schäfer (MSS 11), Steven Hesse (Klasse 10) und Lothar Bendel.

Es war eine grandiose Veranstaltung aller Beteiligten und wir hoffen, dass wir nicht wieder 6 Jahre lang auf dern nächsten Slam warten müssen!

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