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Es herrscht Hochspannung

Am 31. August unternahm der Physik-Leistungskurs von Herrn Gaspard eine Exkursion zur Hochschule Kaiserslautern und besuchte dort das Hochspannungslabor. Ziel des Ausflugs war es, die im Unterricht theoretisch behandelten Inhalte ( Elektrizitätslehre) einmal in der Praxis zu erleben.

In der fünften Stunde gingen wir zu Fuß zur Hochschule, wo wir bereits erwartet wurden.

Nach einer freundlichen Begrüßung führten wir zunächst zwei kleinere Experimente durch, bei denen wir unter anderem kleine Blitze erzeugen konnten ( z.B. der Versuch der Jacobsleiter, bei der ein heißer elektrischer Funke zwischen zwei nach oben auseinanderlaufenden Metallstäben nach oben wandert. Das passiert, weil die vom Funken erhitzte Luft nach oben steigt und den entstehenden Stromkreis mit zieht, bis er am Ende abreißt und unten neu startet.)

Außerdem wurde uns erklärt, wo Hochspannung im Alltag und in der Technik eingesetzt wird.

Anschließend durften wir das große Hochspannungslabor betreten. Zu Beginn erhielten wir eine Sicherheitseinweisung, da dort mit sehr hohen Spannungen gearbeitet wird. Unter anderem muss jeder die Käfige in denen die Experimente durchgeführt werden mit einem Erdungsstab betreten, falls irgendwo noch eine Spannung anliegt. Danach erzeugten wir verschiedene elektrische Felder und konnten beobachten, wie dabei kleine Entladungen entstanden, die wie Blitze aussahen.

Besonders beeindruckend war das Experiment mit den großen Blitzen. Dafür stellten sich zwei Freiwillige in einen sogenannten Faradayschen Käfig. Dieser schützt das Innere vor elektrischen Feldern.

Nachdem das Licht ausgeschaltet wurde, konnte man die Blitze, die in den Käfig einschlugen, besonders deutlich erkennen.

Obwohl das Experiment sicher durchgeführt wurde, war es dennoch etwas beängstigend, die Blitze aus so kurzer Entfernung zu sehen.

Zum Abschluss führten wir ein Experiment mit einer Teslaspule durch.

Dabei wurden hohe Spannungen erzeugt, sodass sichtbare Blitze durch die Luft sprangen.

Die Teslaspule wurde sogar als Lautsprecher verwendet und konnte Musik wiedergeben. Dieser Effekt kann dadurch erzeugt werden, dass man die Blitze genau im Takt der Musik vibrieren lässt. Insgesamt war die Exkursion sehr interessant und lehrreich. Die Zeit verging schnell und nach einer herzlichen Verabschiedung machten wir uns wieder auf den Rückweg zur Schule.

Klara Widera MSS 12