Das Kriegerdenkmal in Otterbach
Das Kriegerdenkmal steht in Otterbach in der Denkmalstraße, es erinnert an die Opfer des
Ersten und des Zweiten Weltkriegs. Die Denkmalliste des Landkreises Kaiserslautern
beschreibt es als einen Obelisken in einer Rundhalle und datiert die Anlage vermutlich in die
1950er- Jahre. Das Denkmal besteht aus mehreren massiven, rechteckigen Säulen, die ein rundes, weit auslandendes Dach tragen. In der Mitte steht ein hoher, nach oben schmaler werdender
Gedenkstein. Auf ihm befindet sich ein großes Metallkreuz. Die gesamte Anlage steht auf
mehreren abgestuften, runden Sockeln. Das Material wirkt überwiegend wie grauer Stein
bzw. Beton. An den Oberflächen sind Verwitterungsspuren zu erkennen.
Auf dem zentralen Gedenkstein steht die Inschrift „Unseren Kriegsopfern“. Darunter sind die
Jahreszeiten 1914-1918 und 1939-1945 eingraviert. Sie stehen für den Ersten und den
Zweiten Weltkrieg. An den Seiten befinden sich dunkle Tafeln mit den Namen und Lebens-
beziehungsweise Sterbedaten zahlreicher Menschen. Eine weitere Tafel trägt die Überschrift
„Vermißt aus Otterbach -Zweiter Weltkrieg 1939-1945“. Die Inschrift zeigen, dass das Denkmal den Opfern aus der Gemeinde gewidmet ist.
Das Kreuz kann als christliches Symbol für Glauben, Hoffnung und Trost gedeutet werden.
Die vielen Namen machen deutlich, dass hinter den historischen Ereignissen einzelne
Menschen und ihre persönlichen Schicksale stehen. Die runde Halle hebt den Gedenkstein
hervor und verleiht der Anlage einen feierlichen Charakter.
Die Denkmalanlage entstand vermutlich in den 1950er- Jahren, also nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Es ist daher naheliegend, dass bei ihrer Gestaltung die Erinnerung an beide Weltkriege berücksichtigt wurde. Wer das Denkmal entworfen und wann es genau eingeweiht wurde konnten wir anhand der verfügbaren Informationen nicht sicher feststellen.
Meiner Meinung nach ist das Denkmal ein wichtiger Erinnerungsort für Otterbach. Besonders
die Namenstafeln machen die Folgen der Kriege für die Menschen vor Ort sichtbar.
Gleichzeitig erklärt das Denkmal nicht ausführlich, wie es zu den Kriegen kam oder welchen
politischen Ursachen sie hatten. Deshalb sollte es Anlass sein, sich auch mit den historischen
Hintergründen auseinanderzusetzen. Das Denkmal sollte erhalten und gepflegt werden, weil
es an die Opfer erinnert und uns daran mahnt, Frieden zu bewahren und Konflikte möglichst
ohne Gewalt zu lösen.
Emma Reimschüßel und Emilia Rudi, Klasse 9c und Klasse 9a
Quellen: –https://denkmallisten.gdke-rlp.de/Kaiserslautern_Land.pdf (17.10.2026)
Eigene Besichtigung (10.10.2026)











