„Im Namen Gottes“

Wer war in seinem Dorf Messdiener?

Sicher habt ihr direkt an die  katholischen Religionslehrer gedacht, die mit Sicherheit Messdiener waren. Aber dachtet ihr auch an Frau Engelberth?

Perspektive: „Frau Engelberth, hatten sie eine göttliche Erleuchtung, oder was veranlasste sie Messdienerin zu werden?“

Frau Engelberth: „Eine göttliche Erleuchtung nicht direkt, ich habe aber früher direkt neben der Kirche gewohnt und da haben die Kirchenglocken, die alle 15 min läuten, mich förmlich zum Dienst gerufen. Da in meinem Ort so ziemlich alle katholischen Kinder Messdiener waren, gehörte ich natürlich zur Spitze der Stammbesatzung!“

Perspektive: „Eine Aufgabe des Messdieners ist ja das Überreichen eines Kelches mit Wein an den Priester. Haben sie mal, als niemand hinsah, einen kleinen Schluck probiert?“

Frau Engelberth: „Unser Pfarrer hat immer beim Wein gut zugelangt, da blieb für die Messdiener kein Tröpfchen mehr übrig. Aber wenn uns während der Messe langweilig wurde, haben wir die Leute gezählt oder mitgezählt, wievielmal jemand gegähnt hat.“

Perspektive: „Gehen sie noch immer jeden Sonntag zur Messe?“

Frau Engelberth: „Obwohl ich nicht mehr jeden Sonntag die Kirche besuche, kenne ich heute immer noch die Worte und Gebetssänge vom Pfarrer auswendig. Die Gemeinschaft unter den zeitweise 64 Messdienern war immer richtig stark und wir hatten immer sehr viel Spaß. Rückblickend möchte ich die tollen Erlebnisse und die schöne Zeit in meiner Kindheit nicht missen.“

 

Jakob Lindon, MSS 12

Foto: Frau Engelberth (vorne, die Flagge schwenkend,) als Messdienerin