Mein Weihnachtsfreund – Geschichte

Es war 22:00 Uhr und die 12-jährige Alisa musste ins Bett. Sie ging Zähne putzen, kämmte ihre

Haare, zog sich um und legte sich in ihr Bett. Sie lag ca. 8 Minuten unter der Decke und konnte nicht einschlafen. Sie beschloss, sich noch ein Buch zu holen.

Als sie sich wieder hinlegte find sie sofort an zu lesen und war, wie jedes andere Mal begeistert gewesen. Dieses Buch hatte sie von ihrer Oma geschenkt bekommen, die leider vor zwei Wochen gestorben war. Das Buch war ihr Lieblingsbuch. Sie hatte es bestimmt schon fünf Mal gelesen.

Das Buch hieß „Mein Weihnachtsfreund“. Es war spannend und hatte schöne und traurige Momente. Einfach perfekt für ein 12-jähriges Mädchen! Sie fing an, zu lesen und las einige Seiten.

Es ging darum, dass ein Mädchen namens Alisa (dass das Mädchen genauso hieß wie sie, war auch toll) plötzlich eine Stimme hörte, die sagte: „Alisa, geh durch den Spiegel, wenn du ein Abenteuer erleben willst!“

Natürlich war sie neugierig gewesen und ging durch den Spiegel hindurch. Plötzlich war sie in einer wunderschönen Welt mit Tannenbäumen und Schnee. Sie ging ein paar Schritte und spürte den kalten Schnee unter den Fü.en. Als sie hinter einen Baum schaute, sah sie einen wunderschönen Schimmel. Sie ging zu ihm und streichelte ihn. Seine Nüstern waren weich und warm. Als Alisa ihm über den Rücken streichelte, bemerkte sie eine Wunde. Alisa schaute sich auf die Hand, von der Blut tropfte. Auf einmal hörte sie eine Stimme, die sagte: „Du musst uns retten.“ Alisa drehte sich um. Aber sie sah niemanden. Die Stimmte sprach erneut: „Du musst uns retten. Da merkte sie, dass der Schimmel sprach. „Du kannst sprechen?“ fragte Alisa. „Ja! Alle Tiere in unserer Welt können sprechen!“, antwortete der Schimmel.

„Wie heißt du eigentlich?“

„Ich heiße Alisa. Und du?“

„Nikolaus!“

„Warum muss ich euch retten?“

„Grantelbart will Weihnachten zerstören!“

„Und was kann ich da machen?“

„Du bist der einzige Mensch in unserer Welt. Und Grantelbart kann nur mit dem Menschenzauber vom Bösen befreit werden!“

„Okay, aber warum ich?“

„Du bist die Auserwählte.“

„Alles klar! Wo muss ich hin?“

„Du musst zum Wunschbrunnen in Grantelbarts Wald.“

„Begleitest du mich? Ich weiß nämlich nicht, wo dieser Wald ist.“

„Ja, aber nur bis zur Grenze!“

„Warum?“

„Die Grenze zu überschreiten ist strengstens verboten!“

„Einverstanden. Lass uns los!“

Nach einer Weile fragte Alisa: „Warum blutest du?“

„Ich hab mich nur an den Tannen geratzt.“, entgegnete das Pferd.

An der Waldgrenze angekommen, war plötzlich alles düster und die Sonne schien an dem grauen Himmel nicht. Nikolaus wartete am Waldrand. Alisa fand den Brunnen und nahm sich eine Hand von dem goldfarbig schimmernden Glitzer. Sie ging zu Nikolaus, stieg auf und ritt im Galopp zu Grandelbarts Schloss. Als sie nach ein paar Minuten vor dem Schloss standen, ging Alisa hinein.

Überall liefen Trolle umher und Alisa musste aufpassen, dass sie nicht entdeckt wurde. Sie stand hinter einer dicken Säule. Aber, was war das? Sie spürte eine alte Hand auf ihrer schmalen Schulter. Alisa drehte sich um und dort stand doch tatsächlich ein Troll. Alisa wehrte sich gegen

den Troll, doch sie hatte keine Chance. Der Troll brachte sie in den Thronsaal, in dem Grantelbart auf seinem großen Thron saß. Der Troll sagte: „Dieses kleine Mädchen hat sich in ihr Schloss geschlichen.“ Ohne zu zögern, pustete Alisa den goldenen Glitzer in sein Gesicht. Grantalbart schrie: „Danke, dass du mich von dem Fluch gerettet hast!“ Alisa verstand nicht: „Was für ein Fluch?“ „Na der Fluch von der bösen Fee. Eines Tages war ich mal nicht artig gewesen und dann hat die böse Fee mich verflucht. Und der Fluch konnte nur durch einen Menschen gebrochen werden! Dank dir ist Weihnachten gerettet! Vielen Dank!“

„Gern geschehen“, sagte sie, etwas überrascht.

„Na los! An alle Trolle, schmückt das Schloss und ladet alle ein!“, rief Grantelbart fröhlich.

Alisa rannte zu Nikolaus nach draußen. „Wir haben es geschafft!“, rief sie und erklärte Nikolaus alles.

Aber, was war das?

Ein nervendes Geräusch, von wo kam das? Das war ihr Wecker!

Etwas verdutzt schaute Alisa sich um. Sie war, wie noch vor ein paar Stunden, in ihrem Bett! „Das war alles nur ein Traum?“ Überglücklich ging sie die Treppe runter uns sah viele schöne Geschenke unter dem Weihnachtsbaum.

Plötzlich vernahm sie ein neues Geräusch. Sie schaute aus dem Fenster und sah einen weißen Schimmel die Wolken hinaufgaloppieren,

„Das wird ein schönes Weihnachtsfest!“, dachte sich Alisa.

Marlene Muth, Klasse 5d