Sommer, Meer und unerfüllte Träume
Premiere von „Summer-Dream …“ der Theater-AG „spielzeit“ am BurgGymnasium
Es ist Sommer, es sind Ferien und du hörst das Meer rauschen…
Das „Camp-Summer-Dream“ startet wahrhaft traumhaft für die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, da kann man auch einmal darüber hinwegsehen, dass auf das sonst so heilige Smartphone verzichtet werden muss. Traumhaft sind die Abende am Lagerfeuer, wenn zu den Gitarrenklängen melancholische Lieder gesungen werden, man seine Zeit mit Schwimmen, Shopping oder Fossiliensuche verbringen kann.
Doch der Schein trügt. Eine seltsame Spukgeschichte über ein verlassenes Haus versetzt das Camp in Unruhe, die Campleiter und einige Mitglieder verhalten sich zunehmend seltsam und dunkle Geheimnisse werden entdeckt.
Die jüngste Eigenproduktion der Theater-AG „Spielzeit“ unter der Leitung von Simone Busch und Frank Busch feierte am Freitag, den 28.06.2024 in der vollbesetzten Aula ihre Premiere. Die äußerst spannende Geschichte, die den Zuschauer bis zuletzt in Atem hält, wird dabei vor allem von den charismatischen Darstellern aller Altersklassen getragen:
Da gibt es beispielsweise die zufriedenen „Kleinen“, die ihre Zeit sorglos mit Shopping verbringen. Die etwas nerdigen Fossiliensammlerinnen Ella und Lea (eindrucksvoll gespielt von Milla Michelbach und Mathilda Martin), die sich zunehmend gegen Ausgrenzung zur Wehr setzen müssen. Die dominanten „Großen“ Lexi (beeindruckend dargestellt von Birte Böckly), Max und Katharina (überzeugend dargestellt von Leo Kehrer und Sophie Krause), welche die Jüngeren „im Auge haben“. Oder die Teamleiter Sam (großartig: Sophie Nittmann), Sarah (beeindruckend: Fabienne Schuler) und Jason (feinfühlig dargestellt von Ben Terner), welche sich durch zunehmende Unverbindlichkeiten, Kränkungen und Geheimnisse von einander zu entfernen scheinen.
Spannend bleibt die Geschichte auch, indem sie nur subtil andeutet, was sich dem Zuschauer erst am Schluss offenbart. Das zunächst romantische Bühnenbild in paradiesischen Farben wird leicht getrübt durch einen melancholischen Song (großartige Eigenproduktion von Azhin Babakhani). Ein verlassenes Haus befindet sich in unmittelbarer Nähe, um das sich seltsame Geschichten ranken. Ein harmlos erscheinender Tourist mit einem Fernglas beobachtet heimische Vögel. Der große Showdown ist dann auch wirklich „krass“, so das Fazit der Campteilnehmer. Am Ende geht es in „Summer Dream …“ nämlich nicht nur um Träume und Sehnsüchte, sondern um Entscheidungen und ihre Folgen.
Unser Fazit: „Summer-Dream…“ ist eine kurzweilige, spannende Produktion. Sie besticht nicht nur durch die ihre Darsteller, sondern auch durch die aktuelle und sensible Thematik. Bühnenbild, Musik und viele unvorhergesehene Überraschungen (und ein Überraschungsgast) machen das Stück zu einem echten Sommer-Highlight. Vielen Dank an die gesamte Theater-AG, allen voran an unser beliebtes Autoren- und Regieduo Simone und Frank Busch sowie an alle Beteiligten. Weitere Termine: Dienstag (02.07.) und Donnerstag (04.07.).
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