Jazz–Festival des DoDEA Europe

Beitragsbild: Die Big Band bei einer Performance (Bild: S. Tritschler)

Am 16. Januar fand in unserer Schulaula ein Konzert der besonderen Art statt: Das Jazz–Festival des Department of Defense Education Activities (DoDEA) besuchte für ein Jazz–Matinee das BurgGymnasium und sorgte für einen jazzigen Ausgleich zum Schulalltag. 
Unter der Leitung ihres „Clinician“ (zu deutsch: musikalischer Tutor) Darmon Meader, seines Zeichens international renommierter Jazzmusiker, präsentierte eine Big Band sowie ein Vocal Ensemble dem Publikum verschiedene Jazz–Stücke.

Clinician Darmon Meader

Den Anfang machte die Big Band mit „Hay Burner“ (Sammy Nestico). Das Stück, welches durch den US–amerikanischen Jazzpianisten Count Basie berühmt wurde, ließ den Zuhörer in die rhythmische Welt des Swing eintauchen – „keep on swingin’!“ wurde zu einem Leitmotto des Konzerts.

Weiter ging es mit „Pegasus“ (Hank Levy): Hier war der Titel des Stückes Programm – die klangliche Tiefgründigkeit des Jazz–Stückes entfaltete sich wie die beiden Flügel von Pegasus in der vollbesetzten Aula. 

Kann Stille herrschen, wenn zugleich Musik gespielt wird? Dass es solch ein Paradoxon gibt, bewies die Big Band mit dem Stück „Crystal Silence“ (Chick Corea, Arr. Mike Tomaro): Die sanfte Performance zog wohl jeden Zuhörer, egal ob Jazz–interessiert oder nicht, in ihren Bann. 

Ihre vorerst letzte Performance vollbrachte die Big Band mit dem zeitgenössischen Jazz–Hit „Buffalo Wings“ (Mike Carubia). Rasanter als bei „Crystal Silence“ ging es hier allemal zu – diese kräftig–voluminöse Performance bleibt im Gedächtnis.
Im Folgenden ist von ebendieser Performance ein Live–Mitschnitt eingebettet: 

Die Big Band während ihrer Performance von „Buffalo Wings“

Nun war es an der Zeit für das Vocal Ensemble, die Herzen der Zuhörenden mit ihrem Gesang zu erobern. Mit „Charleston Alley“ (Barnet & Hendricks, Arr. Meader) entstand ein echtes Jazz–Feeling und man fühlte sich, als würde man durch eine der vielen schmalen Gassen in Charleston laufen. Die Klavierbegleitung durch Nicholas Kalobius (Stuttgart HS) untermalte das harmonische Zusammenspiel der Sängerinnen und Sänger. 

Bei „We Kiss in a Shadow“ (Rodgers & Hammerstein, Arr. Marsh) aus dem Musical „The King and I“ (1951) dominierte das Gefühl der Liebe. Doch ist in dem Stück von geheimgehaltener Liebe die Rede, denn die Liebenden können nur flüstern und müssen sich des Nachts vor dem Mond verstecken, damit sie nicht als Liebespaar erkannt werden. 

„Mother & Child Reunion“, dessen Songwriter kein geringerer als das ehemalige „Simon & Garfunkel“–Mitglied Paul Simon ist, brachte einen Hauch von Reggae in die vier Wände unserer Aula. 

Das Vocal Ensemble bei einer Performance

„And try to find the sunny side of life“ – diese Weisheit beinhaltete „Look for the Silver Lining“ (Jerome Kern, Arr. Greg Jasperne), ein Song, der unter anderem durch Judy Garland berühmt wurde. Mit verschiedenen Soli zwischendurch gab das Vocal Ensemble den Jazzstandard zu seinem Besten. 

Zum Abschluss der Matinee boten die Big Band und das Vocal Ensemble gemeinsam „Dream Dancing“ (Cole Porter, Arr. Darmon Meader) dar. Das träumerisch angehauchte Stück von Cole Porter, Songwriter zahlreicher Evergreens, brachte die Jazz–Stimmung im Publikum auf ihren Höhepunkt. 

Abschließend bleibt noch, den Mitwirkenden und Organisatoren des Jazz Festival ganz herzlich für die Ermöglichung der Jazz–Matinee zu danken. 
Auch richtet die Schülerzeitung Perspektive Worte des Dankes an Frau Ninette Mayer und Herrn Lothar Bendel aus der Fachschaft Musik sowie an Herrn Michael Weis als Zuständigen für die Projektkoordination des „WiR“–Projekts

Simon Tritschler, Chefredakteur

Bilder & Video: S. Tritschler