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Kolumne: „Ablenkung vom Virus“ — Buch- und Filmtipps — Vol. 5

Buchempfehlung: „Boy 7: Vertraue niemandem. Nicht einmal dir selbst.“ von Mirjam Mous 

Ohne Fallschirm aus einem Flugzeug gestoßen werden. In einem Affenzahn mit einem Auto herumrasen, das sich nicht lenken lässt. In tiefe Wasser geworfen werden, obwohl man nie schwimmen gelernt hat. Sich in einer fremden Stadt verirren und niemanden nach dem Weg fragen können, weil alle japanisch sprechen. So fühlt sich eine Amnesie an. 

Oder zumindest fühlt es sich so für den Protagonisten des Buchs an, der auf einer verlassenen Grasebene erwacht und sich an nichts erinnern kann. Das Einzige, was ihm helfen, kann sich wieder zu erinnern, ist sein Rucksack, den er neben sich findet. Darin sind: Ein Schlafanzug, Bargeld, eine Zahnbürste, ein Foto von einem Gebäude, ein Flyer von Pizza-Hut und ein Handy. Auf dem Handy findet der Protagonist eine Nachricht von sich selbst, welche ihm empfiehlt, sich nicht an die Polizei zu wenden.

Weil auf seinen Klamotten mehrfach ein Label mit der Aufschrift „Boy 7“ ist, benutzt der Protagonist dies als Namen, weil er seinen echten nicht weiß. Was er auch nicht weiß ist, in welcher Gefahr er steckt …

Es ist ein sehr packender Thriller von der niederländischen Autorin Mirjam Mous, der, wie ich finde, teilweise an den Film „Die Bourne Identität“ erinnert. Außerdem wurde das Buch 2015 von einer deutschen und einer niederländischen Produktion verfilmt. Beide Romanverfilmungen wurden bewusst parallel entwickelt, um die unterschiedliche Herangehensweise verschiedener Länder bei der Umsetzung eines Stoffes zu demonstrieren.