Schleimiges Scharmützel

Wer hat seine Facharbeit über Wasserschnecken abgebrochen?

Frau Schieffer hatte scheinbar gewichtige Gründe, um ihre damals geplante Facharbeit über die kleinen Teichbewohner abzubrechen.

Perspektive: Warum haben Sie Ihre Facharbeit abgebrochen? Waren Ihnen die Schnecken vielleicht zu schleimig?

Frau Schieffer: Die Arbeit habe ich abgebrochen, weil die die Grundlage der Arbeit die Atemsequenzen der Schnecken in unterschiedlich Wasserqualitäten war. Leider habe ich in den Beobachtungszeiträumen einfach zu wenige davon beobachten können, um eine wissenschaftliche Aussage hierzu abzuleiten. Zu schleimig waren sie nicht, es waren ja Wasserschnecken, also immer sauber 😉

Perspektive: Wie kamen Sie gerade auf Wasserschnecken? Besitzen Sie welche oder haben Sie jemals eine Wasserschneckenzucht in Betracht gezogen?

Frau Schieffer: Etwas mit Wasser bzw. Wasserqualitäten zu machen, war mein Ausgangspunkt. Wir hatten zu Hause sowohl einen recht großen Karpfenteich als auch einen Forellenteich. Die Wasserschnecken als Indikatoren für Wasserqualität hatte mir mein damaliger Biologielehrer, Hr. Dr. Gutz, nahegelegt.

Perspektive: Hätten Sie rückblickend vielleicht lieber eine Facharbeit über ein anderes Weichtier geschrieben? Muscheln zum Beispiel?

Frau Schieffer: Ich könnt mir vorstellen das die Zielsetzung der Arbeit auch z.B. mit Miesmuscheln zu erreichen gewesen wäre. Dafür hätte ich aber einen viel größeren Aufwand betreiben müssen, z. B. Salzwasseraquarien usw.

Perspektive: Warum ist die Wasserschnecke Ihrer Meinung nach ein unterschätztes Tier?

Frau Schieffer: Eigentlich ist sie das nicht, ich glaube, die Schnecke hat bis heute ihre Bedeutung in der Biologie behalten. Heute könnte man aber das Problem der doch sehr langsamen Atmung der Schnecken leichter lösen als damals. Anstatt des langen Wartens auf Bewegungen im Aquarium könnte man eine Kamera diese Arbeit machen lassen und die Schnecken entsprechend würdigen.

 

Katharina Kuhn und Alina Mazevet, MSS 12