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Zwischen Konkurrenz und Gefühlen

Mein Eindruck von Heated Rivalry

Der Roman Heated Rivalry hat mir insgesamt sehr gut gefallen und ich würde ihn auf jeden Fall weiterempfehlen. Besonders durch die Verfilmung als Serie hat das Buch in letzter Zeit noch einmal an Bekanntheit gewonnen. Allerdings würde ich empfehlen, das Buch ungefähr erst ab einem Alter von 13 oder 14 Jahren zu lesen, da die behandelten Themen und teilweise auch die Handlung für jüngere Leserinnen und Leser möglicherweise noch nicht so leicht einzuordnen sind und es schwierig sein könnte, die Themen zu reflektieren, zu verstehen und vielleicht auch über sich selbst nachzudenken.

Charaktere&Charakterentwicklung:

Bereits der Einstieg in die Geschichte hat mich überzeugt. Die Charaktere werden nach und nach eingeführt, sodass genügend Zeit bleibt, sie kennenzulernen und ihre Persönlichkeiten zu verstehen. Die beiden Hauptcharaktere werden zunächst getrennt voneinander vorgestellt, zu einem Zeitpunkt, an dem sie sich noch gar nicht kennen. Gerade weil sie so unterschiedlich sind, wirken sie besonders interessant. Es macht Spaß zu beobachten, wie sie miteinander umgehen, sich näher kennenlernen und im Verlauf der Handlung voneinander lernen.

Zu den größten Stärken des Buches zählt für mich außerdem die Charakterentwicklung. Vor allem die Entwicklung eines der Hauptcharaktere, der Autist ist, fand ich sehr spannend. Durch seine Perspektive erhält man einen Einblick darin, wie er seine Umwelt und sich selbst wahrnimmt. Besonders interessant war es für mich zu verfolgen, wie sich seine Sichtweise im Laufe der Handlung verändert, was er über sich selbst lernt, wie er über sich denkt und wie seine Erfahrungen seine Persönlichkeit beeinflussen.

Erzähler&Stil:

Auch der Erzähler und die Erzählweise haben mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist jugendlich und modern, wodurch sich das Buch angenehm und leicht lesen lässt. Dadurch fiel es mir leicht, in die Geschichte einzutauchen und mich in die Figuren hineinzuversetzen. Ich hatte das Gefühl, die Charaktere und die Welt, in der die Handlung spielt, gut zu verstehen. Gelungen fand ich außerdem das Ende, da es für mich nicht vollständig vorhersehbar war. Dadurch blieb die Geschichte bis zum Schluss spannend.

Themen&Gesellschaftliche Relevanz:

Ein besonders wichtiges Thema des Romans ist für mich der Umgang mit Homophobie und Queerfeindlichkeit. Die beiden Hauptcharaktere spielen professionell Eishockey in der NHL und werden dort mit homophoben Anfeindungen und Vorurteilen konfrontiert. Ich halte es für wichtig, dass die Autorin auf diese Problematik aufmerksam macht und zeigt, welche Auswirkungen Hass und Diskriminierung auf betroffene Menschen haben können. Durch die Handlung, die Sprache und den Schreibstil wird deutlich, wie wichtig es ist, Vorurteilen und Queerfeindlichkeit entgegenzutreten. Meiner Meinung nach ist dieses Thema nicht nur bedeutsam, sondern auch sehr aktuell. Rachel Reid nutzt das Buch geschickt als Mittel, um auf solche gesellschaftlichen Probleme aufmerksam zu machen und ihre Sichtweise zu vermitteln.

Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich, dass das Buch etwas zu kurz war. Ich hätte gerne noch mehr Zeit mit der Geschichte und den Charakteren verbracht. Da Heated Rivalry jedoch Teil einer Buchreihe ist, wird die Handlung fortgesetzt und man kann die Figuren auch in weiteren Bänden begleiten.

Fazit:

Insgesamt war meine persönliche Leseerfahrung mit Heated Rivalry sehr positiv. Besonders überzeugt haben mich der Schreibstil, die sorgfältig ausgearbeiteten Charaktere, ihre Entwicklung sowie die wichtigen Themen, die im Buch behandelt werden. Die Gegensätze zwischen den beiden Hauptcharakteren und ihre Entwicklung sorgen dafür, dass die Geschichte durchgehend interessant und spannend bleibt. Ich konnte mich gut in die Figuren hineinversetzen und habe mich schnell in der Welt des Buches zurechtgefunden. Deshalb kann ich Heated Rivalry auf jeden Fall weiterempfehlen – vor allem Leserinnen und Lesern, die emotionale Geschichten mit interessanten Charakteren und gesellschaftlich relevanten Themen mögen.

                                                                                                                              Greta Hitschmann